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Von der Orangerie zum Wintergarten

Stern Wintergarten GmbHSeefahrer stehen am Beginn der Geschichte des heutigen Wintergartens. Sie brachten exotische Pflanzen von ihren Reisen aus Australien, Amerika und Asien mit. Diese mussten vor den strengen europäischen Wintern geschützt werden. Was lag da näher, als spezielle Gewächshäuser zu bauen, die die Sonnenstrahlen speicherten? Und in denen sich Bananenstauden und Apfelsinenbäumchen heimisch fühlten?

Artikel von: Stern Wintergarten GmbH
Bereits Ende des 18. Jahrhunderts entstanden Treibhäuser als Glas-Holz-Konstruktionen. Sie verfügten aber nur vereinzelt über verglaste Satteldächer. Eine Variante sind die so genannten Lean-to-Greenhouses. Wie der Name schon sagt, lehnte sich ein Glasdach an eine nach Norden schützende Mauer.

Die Ananas spielte bei der weiteren Entwicklung der Gewächshäuser eine wichtige Rolle. Ananasfrüchte konnten nicht über längere Strecken transportiert werden. Deshalb wurden sie als begehrtes Status- und Prestigesymbol aufwändig in kleinen Treibhäusern, Pinery genannt, gezüchtet. Freunde des Wintergartens fanden sich schnell in ganz Europa. Jedoch waren die damaligen Isoliermöglichkeiten noch sehr bescheiden. Dagegen fiel der Energieaufwand extrem hoch aus – für den Privatmann fast unerschwinglich. Im Zeichen der Industrialisierung konnten endlich Eisen und Glas als Baustoffe verwendet werden. Ein eindrucksvolles Gebilde, das überhaupt nur aufgrund der neuen technischen Möglichkeiten verwirklicht werden konnte, war der Crystal Palace, der Kristallpalast. Er wurde für die erste Weltausstellung 1851 in London gebaut. Die Besucher bestaunten ihn als spektakulärstes Bauwerk seiner Zeit.

Insbesondere in England entstanden neue Gewächshäuser, die möglichst viel Sonnenlicht gleichmäßig einfingen. Eines der ersten Beispiele für ein Eisen-Gewächshaus außerhalb Großbritanniens sind die Serres im Pariser Jardin des Plantes. Sie wurden zwischen 1834 und 1836 errichtet. In dieser Zeit zog auch die Dampfheizung in die Gewächshäuser ein und löste Einzelöfen ab. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbreiteten sich die Glashäuser auch in städtischen Parkanlagen. Sie erfreuten sich bei der Bevölkerung größter Beliebtheit und galten als gern besuchte Ausflugsziele. In Wien wurde beispielsweise 1882 das Schönbrunner Palmenhaus eröffnet. In Berlin entstand zwischen 1905 und 1907 das Große Tropenhaus im Botanischen Garten.

Die Blüte des Wintergartens und Glasanbaus reichte bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. In der Nachkriegszeit spielten lebensnotwendigere Dinge eine Rolle. Der Wintergarten geriet in Vergessenheit. Doch die zunehmenden Energiekosten haben zu einem Umdenken geführt. Die Architektur begann sich zu wandeln. Glas wurde als Material entdeckt, das die Energieverschwendung eindämmt.

Eine weitere Sensation war das erste Gewächshaus mit einer sogenannten geodätischen Kuppel. Es entstand 1960 im Botanischen Garten von Missouri in St. Louis. Die 2001 eröffneten Gewächshäuser des Eden Projects in Cornwell sind ein eindrucksvolles Beispiel für diese Konstruktionsform. Sie gelten zurzeit als die größten Gewächshäuser der Welt.

Glasanbauten lassen sich heute als Gewächshäuser, aber auch als willkommene Erweiterung des Wohnraums nutzen. Doch warum entscheiden sich immer mehr Hausbesitzer für einen Wintergarten? Der Reiz liegt vermutlich darin, in der Natur zu sitzen, gleichzeitig aber davor geschützt zu sein. Denn „eine Wohnraumerweiterung ließe sich ja auch durch einen konventionellen Anbau darstellen“, argumentieren die Experten. Das besondere Gefühl von Transparenz im Einklang mit der Natur lässt sich jedoch nur mit der Verwendung von Glas erzielen. Dieses wird immer öfter mit Aluminium kombiniert. Das Leichtmetall bietet neben idealen statischen Werten und hoher Pflegeleichtigkeit auch guten Korrosionsschutz. Außerdem lässt es sich einfach verarbeiten und farblich beliebig gestalten. Dies ist gerade bei der Gestaltung der Innen- und Außenwände ein entscheidendes Kriterium. Aktuell geht der zu verzeichnende Trend hin zur Zweifarbigkeit. Um den Wohlfühlfaktor des Wintergartens weiter zu steigern, können kleine LED-Spots in den Dachsparren angebracht werden; Vor allem bei Nacht sorgen die winzigen Lichtquellen für einen regelrechten Sternenhimmel. Unter ihm lässt es sich zweifelsohne noch besser entspannen.

Der Wintergarten – entstanden aus einem kleinen transportablen Gewächshaus für exotische Pflanzen – hat bis heute einen weiten Weg durch die Geschichte zurückgelegt. Beliebt und begehrt ist er nach wie vor. Und er passt sich wie kaum ein anderes Bauelement in die heutige Zeit.

Mehr Informationen unter: www.stern-wintergarten.de und www.stern-wintergaerten.com 

Aktualisiert ( Dienstag, 14. April 2009 um 11:20 )  

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